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Düsseldorf
GEW: Gleiche Besoldung für alle Lehrer

Düsseldorf. Laut einem Gutachten sind Gehaltsunterschiede zwischen Schulen nicht haltbar. Von Reinhard Kowalewsky und Thomas Reisener

Neue Lehrer an Grundschulen oder Hauptschulen müssen künftig genau soviel verdienen wie ihre Kollegen an den Gymnasien. Dies legt ein gestern vorgelegtes Gutachten des Würzburger Jura-Professors Ralf Brinktrine für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nahe. Denn das Land habe 2009 eine Vereinheitlichung der Lehrerausbildung beschlossen: Seitdem absolvieren die künftigen Lehrer aller Stufen zuerst ein rund fünf Jahre langes Master-Studium und danach den 18 Monate langen Vorbereitungsdienst. "Gleiche Ausbildung muss zu gleicher Besoldung führen", fasst Dorothea Schäfer, GEW-Landesvorsitzende, das Gutachten zusammen. Als Ergebnis sollten Grundschullehrer wie Kollegen in den Gymnasien A 13 als Standardgehalt erhalten - was nach einigen Berufsjahren im Monat 4200 Euro statt 3800 Euro bedeuten würde.

Die Landesregierung will nun mit der Gewerkschaft über die Besoldung sprechen. Für den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im NRW-Landtag, Klaus Kaiser, ist der Wunsch der Grund- und Hauptschullehrer nach einer Angleichung der Bezahlung jedenfalls "berechtigt". Der Philologenverband NRW warnt davor, eine Reform auf Kosten der Gymnasiallehrer zu finanzieren. "Es ist das gute Recht der Grundschullehrer, für mehr Geld zu kämpfen. Aber das darf nicht zu Ungerechtigkeit gegen die Gymnasiallehrer führen."

Eine Höherstufung der weniger privilegierten Lehrer käme teuer: 16,5 Millionen Euro würde es kosten, wenn nur die neu eingestellten Grund- und Hauptschullehrer besser bezahlt würden, meint die GEW. Würden aber alle 40.000 Lehrer mit A 12 hochgestuft, wären rund 200 Millionen im Jahr fällig.

Quelle: RP
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