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Zahl der Angriffe wächst: Gewerkschaft will Polizisten besser schützen

zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 09:47

Landau (RPO). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert einen stärkeren gesetzlichen Schutz der Polizisten gegen Übergriffe von Gewalttätern. Die Zahl der Angriffe auf die Einsatzkräfte sei in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen, sagte GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg der Zeitung "Rheinpfalz am Sonntag" laut einem Vorabbericht.

Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, wehrt sich gegen die Regierungspläne zum Einsatz von Polizisten in Afghanistan. Foto: AP, AP

Allein im vergangenen Jahr habe es mehr als 28 000 Fälle von registrierten Widerständen gegen Polizisten gegeben. Gegenwärtig werde von den Innenministern der Länder untersucht, wie viele von ihnen dabei verletzt worden seien. Dazu würden bundesweit mehr als 250 000 Polizisten befragt.

Nach den Worten Freibergs gibt es immer mehr Klagen und Besorgnis von Seiten der Polizisten. Sie fühlten sich als Sündenbock für den zunehmenden Frust und Hass insbesondere von Jugendlichen gegen den Staat. Wenn der Polizist in dessen Auftrag handele, habe der Staat auch die Pflicht, ihn besonders zu schützen, verlangte der Gewerkschaftschef.

Freiberg schlug vor, künftig einen besonderen Paragrafen zum Schutz der Polizisten im Strafgesetzbuch zu verankern. Dazu werde in der kommenden Woche der Innenministerkonferenz ein Vorschlag unterbreitet. Dann müssten dann die Bundestagsfraktionen entscheiden, ob sie sich den Vorstoß zu eigen machten. Selbst wenn sich seine Gewerkschaft nicht durchsetzten könne, "muss es zu einer stärkeren Bestrafung von Übergriffen gegen Polizisten kommen", forderte Freiberg. Gegenwärtig verliefen derartige Straftaten wie Körperverletzungen viel zu oft im Sande.

Quelle: DDP

 
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