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Berlin
Gewerkschaften planen Kampagne für höhere Renten

Berlin. Mit gegensätzlichen Forderungen zum künftigen Rentenniveau heizen Spitzenvertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern die Rentendebatte an. Verdi-Chef Frank Bsirske pocht auf ein höheres Absicherungsniveau der Rente. Der einflussreiche Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnte indes vor einer teuren Rentenreform. "Es kann nicht sein, dass man nach jahrzehntelanger Arbeit mit der Rente nicht anständig über die Runden kommt", sagte Bsirske. "Der zentrale Stellhebel ist das gesetzliche Rentenniveau. Es muss stabilisiert und dann angehoben werden."

Bsirske sprach sich auch für höhere Rentenbeiträge aus. "Die Arbeitgeberverbände und die Versicherungswirtschaft werden aus allen Rohren dagegen schießen", sagte Bsirske. "Sie profitieren von der aktuellen Lage am meisten."

Nach der Sommerpause wollen die Gewerkschaften mit Kampagnen Druck für ein höheres Rentenniveau machen. Der DGB will für einen Kurswechsel mobilisieren. Die IG Metall hat bereits im Juli ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander sagte: "Forderungen der Gewerkschaften nach einem höheren Rentenniveau können eine brandgefährliche Dynamik erzeugen." Zurzeit liegt das Rentenniveau - das Verhältnis der Rente nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittseinkommen - bei 47,7 Prozent. Bis 2030 soll es laut Prognosen auf etwas über 44 Prozent sinken.

(dpa)
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