Lichterregen über Hamburg: Gigantisches Feuerwerk an der Alster
zuletzt aktualisiert: 02.01.2000Hamburg (dpa). Gut eine halbe Stunde regnete es Lichter in allen Farben vom Himmel über Hamburg: Mit dem größten Feuerwerk Europas begrüßte die Hansestadt das neue Jahrtausend. Rund 300 000 Menschen hatten sich um Binnen- und Außenalster versammelt, jubelten dem farbenprächtigen Regen zu und tanzten im Takt von Pop-Musik, die über riesengroße Lautsprecher erklang.
Punkt zwölf erschien an der Fassade des Hapag-Loyd-Gebäudes riesengroß die Zahl 2000. Zugleich versank auf der Binnenalster die 1999 und verkündete so das Ende des alten Jahrhunderts. Über die Lautsprecher erklang als erste Melodie die "Ode an die Freude" aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.
Bereits fünf Minuten vor Mitternacht war rund um die Alster über eine Live-Übertagung aus der St-Michaelis-Kirche zu hören gewesen. In acht Sprachen wurde stellvertretend für die weltumspannende Bedeutung des Christentums das "Vaterunser" gesprochen. Runde 2 000 Menschen nahmen an dem Gottesdienst im Michel teil. Eine Minute vor dem Wechsel läuteten die Glocken aller Hamburger Kirchen. Viele Gotteshäuser hatten am Silvesterabend ihr Tore geöffnet.
Im Hamburger Hafen grüßten die Schiffe mit einem halbstündigen Sirenenkonzert das neue Jahr. An den Landungsbrücken hatten sich 50 000 Menschen versammelt und feierten den Jahreswechsel mit Sekt und Raketen. Danach zogen viele auf die Reeperbahn weiter, um sich in Bars, Clubs, Diskotheken und Lokalen bis in die frühen Morgenstunden zu vergnügen.
Für das Milleniums-Feuerwerk hatte der Hersteller Nico aus Trittau in Schleswig-Holstein neun Tonnen Material zum Selbstkostenpreis von rund 50 000 Mark zur Verfügung gestellt. Von fünf Pontons aus zündeten die Pyrotechniker rund 5 000 Raketen und "malten" Feuerwerksbilder von einer Länge bis zu 2 000 Metern an den Hamburger Nachthimmel.
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