Auch Uran-Munition im Irak verwendet: Golfkrieg: WHO untersucht Folgen für Gesundheit
zuletzt aktualisiert: 12.01.2001 - 14:12Genf (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Irak mit der Untersuchung möglicher Gesundheitsrisiken durch die Folgen des Golfkriegs begonnen.
Wie WHO-Mitarbeiter Samir Ben Yahmed am Freitag in Genf bestätigte, hat die Organisation bereits mehrere Experten in das unter dem UN-Embargo leidende Land entsandt. Sie sollten zunächst helfen, die Krebsstatistik des Landes zu präzisieren. Anschließend werde untersucht, welche im Krieg eingesetzten Substanzen möglicherweise zu einem Anstieg bei bestimmten Erkrankungen geführt haben könnten, sagte er. Dazu gehöre auch abgereichertes Uran.
Die WHO nimmt in der kommenden Woche in Basra an einer von der irakischen Regierung einberufenen internationalen Konferenz zu Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Krieg teil. Der Direktor der UN-Umweltorganisation (UNEP), Klaus Töpfer, hatte am Donnerstag in Genf erklärt, sollten sich aus der Untersuchung von Bodenproben aus dem Kosovo Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken durch die von der NATO eingesetzte Uran-Munition ergeben, wären auch Studien in Bosnien-Herzegowina und im Irak sinnvoll. Im Golfkrieg 1991 soll die Uran-Munition erstmals eingesetzt worden sein.
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