kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Aussage vor Schreiber-Untersuchungsausschuss: Goppel: Keine illegalen Finanzpraktiken bei der CSU

zuletzt aktualisiert: 06.06.2002 - 16:43

München (rpo). Illegale Finanzpraktiken bei der CSU? Die gab es nicht, erklärte Generalsekretär Thomas Goppel vor dem Schreiber-Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags. Die CSU habe über die seit langem bekannten Spenden von insgesamt 143.300 Mark hinaus keinerlei Zuwendungen erhalten, sagte Goppel am Donnerstag in München.

Alle Spenden seien ordnungsgemäß verbucht und je nach Höhe auch im Rechenschaftsbericht der Partei ausgewiesen worden. Zugleich bekräftigte Goppel, dass "in allernächster Zeit" über einen Parteiausschluss Schreibers entschieden werde.

Der in Kanada lebende Waffenhändler hatte bei seiner Vernehmung durch den Bundestags-Untersuchungsausschuss in Toronto behauptet, er habe der CSU 1990 und 1991 insgesamt zwei Millionen Mark zukommen lassen. Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hatte sich bereits vor dem Bundestagsgremium am Dienstag mit Nachdruck gegen diese Anschuldigungen verwahrt. Goppel warf SPD und Grünen vor, sich auf einen "zweifelhaften Zeugen" zu stützen. Schreiber habe für seine "wahrheitswidrigen Behauptungen" keinerlei Belege. Zugleich wies Goppel den Eindruck zurück, er sei mit Schreiber befreundet.

Als Kreisvorsitzender im oberbayerischen Landsberg steht Goppel dem CSU-Verband vor, dem auch Schreiber seit Jahrzehnten angehört. Der Geschäftsmann habe ihn aus Kanada immer wieder angerufen und ihm geschrieben, sagte Goppel. Es sei stets um den Vorwurf gegangen, dass sich Stoiber nicht bei der Justiz für Schreiber verwenden wolle. Die Briefe habe er an die Staatskanzlei weitergeleitet. Die Anrufe habe meist seine Frau entgegen genommen, die sich die Aussagen wegen des "Wirrwarrs" in der Regel nicht habe merken können.

Gegen Schreiber liegt in Deutschland eine Anklage unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zum Betrug vor. Die Äußerungen des Waffenlobbyisten über die CSU seien inzwischen ehrenrührig und parteischädigend geworden, sagte Goppel. Über einen Antrag auf Parteiausschluss soll am 13. Juni im Kreisvorstand entschieden werden. Anfang 2000 hatte der Vorstand beschlossen, die Parteimitgliedschaft Schreibers "ruhen" zu lassen. Seither zahlte er keine Beiträge mehr.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Referendum in Irland

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Die irische Regierung geht offenbar davon aus, dass eine Mehrheit der Bürger im Referendum für den EU-Fiskalpakt gestimmt hat. mehr 

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services