Trotz Protests von Bürgerinitiativen: Großbritannien: Neue Tests mit Uran-Munition
zuletzt aktualisiert: 20.02.2001 - 16:25London (dpa). Ungeachtet der Proteste örtlicher Bürgerinitiativen hat Großbritannien am Dienstag wieder damit begonnen, bei Übungen Munition mit abgereichertem Uran zu verschießen. Der schottische Parlamentsabgeordnete Alasdair Morgan forderte das Verteidigungsministerium vergeblich zu einem Moratorium auf, bis die mögliche Gesundheitsschädlichkeit der Munition geklärt ist.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Dienstag in London wurde die Munition in den Solway Firth geschossen, einen Meeresarm im Nordwesten Schottlands. Munition, die mit abgereichertem Uran gehärtet ist, ist nach dem Golfkrieg und nach dem NATO-Einsatz auf dem Balkan in den Verdacht geraten, möglicherweise zu dauerhaften Gesundheitsschäden zu führen. Auch Vertreter von Gemeinderäten in dem fraglichen Teil Schottlands hatten protestiert.
"Diese Tests wurden lange vor dem Aufkommen dieser Besorgnis geplant", sagte die Sprecherin. "Wir testen die Präzision der Geschosse, indem wir sie auf weiche Ziele abfeuern. Die angeblichen Gesundheitsrisiken entstehen nur beim Abfeuern auf harte Ziele wie beispielsweise Panzer."
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