Mit dem ersten Großen Zapfenstreich vor dem Reichtagsgebäude hat die Bundeswehr unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen ihren 50. Geburtstag gefeiert.
Der Platz vor dem Reichstag wurde stundenlang weiträumig abgesperrt.
Die Zeremonie wurde am Mittwochabend von der gesamten Staatsspitze, NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer und 4.000 geladenen Gästen verfolgt.
An dem Zapfenstreich nahmen unter anderen Bundespräsident Horst Köhler, Kanzler Gerhard Schröder, Verteidigungsminister Peter Struck, Lammert, sowie die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU) und Franz Müntefering (SPD) teil.
Vor dem Zapfenstreich würdigten De Hoop Scheffer und Bundestagspräsident Norbert Lammert die Bundeswehr als Armee des Friedens und der Integration, die sich in Deutschland, in der NATO und in der Welt großen Respekt erworben habe.
In der Nähe des Brandenburger Tores demonstrierten etwa 1.500 Menschen gegen die Militärfeier. Nach Polizeiangaben kam es abgesehen von einer "kleinen Rangelei" zwischen Demonstranten und Polizisten zu keinen besonderen Vorkommnissen.
Der Festplatz für den Großen Zapfenstreich vor dem Reichstag war als militärisches Sperrgebiet seit dem frühen Nachmittag für die Öffentlichkeit geschlossen. Rund 1.000 Beamte der Polizei sowie Feldjäger wurden eingesetzt.