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Berlin
Grundschüler in Deutschland können schlecht rechnen

Berlin. Mathematik bereitet vielen Kindern Probleme. Das ist das Ergebnis des Vergleichstests Timss ("Trends in International Mathematics and Science Study"), mit dem alle vier Jahre die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Viertklässlern getestet werden.

Zwar haben die Schüler in Mathe das gleiche Niveau wie 2007 erreicht, im Vergleich zur Vorgängerstudie 2011 haben sie sich allerdings verschlechtert und liegen damit unter dem Mittelwert der teilnehmenden EU-Staaten. "Andere Länder wie etwa die Niederlande oder Norwegen bekommen das besser hin", sagte Wilfried Bos, Bildungsforscher an der TU Dortmund. In den Naturwissenschaften haben die Schüler das Niveau der vergangenen Erhebungen jedoch halten können und liegen damit knapp über dem EU-Durchschnitt.

Um die Ergebnisse zu verbessern, setzt die Bremer Senatorin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), auf die individuelle Förderung sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker Kinder. Zudem möchte Bogedan die noch starke Abhängigkeit des Bildungsniveaus von der sozialen Herkunft der Kinder langfristig abbauen. Es fiel schließlich in allen Erhebungen auf, dass Kinder aus bildungsnahen Familien im Durchschnitt bessere Ergebnisse erzielten als Kinder aus sozial schwächeren Familien.

(sno)
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