Zeitung hat Informationen aus Regierungskreisen: "Haaretz": Scharon wird Arafat vorläufig nicht ausweisen
zuletzt aktualisiert: 18.06.2002 - 16:24Jerusalem (rpo). Palästinenserpräsident Jassir Arafat droht offenbar keine Ausweisung. Wie die Tageszeitung "Haaretz" berichtet, sieht Ariel Scharon auch nach dem jüngsten Selbstmordanschlag von dieser Maßnahme ab.
Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon will Palästinenserpräsident Jassir Arafat auch nach dem tödlichen Terroranschlag vom Dienstag in Jerusalem nicht ausweisen. Dies berichtete die Tageszeitung "Haaretz" in ihrer online-Ausgabe unter Berufung auf Regierungskreise.
Scharon und seine wichtigsten Minister hatten am Morgen stundenlang über eine Reaktion auf den Anschlag beraten, bei dem im Süden Jerusalems 19 junge Israelis und der Attentäter ums Leben kamen. Der palästinensische Selbstmordattentäter hatte in einem vollbesetzten Linienbus mitten auf einer belebten Kreuzung eine schwere Bombe gezündet. Bei der Explosion wurden etwa 50 Israelis zum Teil schwer verletzt.
Nach "Haaretz" erwarteten israelische Beobachter stattdessen eine militärische Reaktion auf die Tat. Nach dem Autobomben-Anschlag bei Megiddo (Nord-Israel) vor zwei Wochen hatten israelische Panzer mehrere Gebäude von Arafats Amtssitz in Ramallah zerstört und sein Schlafzimmer beschossen.
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