Österreichs Rechtspopulist will Kindergeld durchsetzen: Haider droht mit Krise
zuletzt aktualisiert: 24.05.2000 - 13:39Klagenfurt (dpa). Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider hat am Mittwoch der konservativen Volkspartei (ÖVP) mit einer Regierungskrise gedroht, sollte das geplante erhöhte Kindergeld nicht eingeführt werden.
Wenn das Koalitionsabkommen nicht lückenlos eingehalten werde, mache eine Fortsetzung der Koalition zwischen seiner Freiheitlichen Partei (FPÖ) und der ÖVP von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel keinen Sinn mehr, sagte Haider vor Journalisten in Klagenfurt. In den vorangegangenen Tagen hatten ÖVP-Politiker wegen des drohenden Budget-Defizits einen Aufschub der Kindergeldpläne vorgeschlagen.
Das Kindergeld bis zum dritten Lebensjahr müsse wie vorgesehen ab dem Jahr 2002 eingeführt werden, forderte Haider, der am 1. Mai den FPÖ-Vorsitz an Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer abgegeben hatte. In Kärnten, wo Haider Landeshauptmann, also Regierungschef, ist, soll das erhöhte Kindergeld in der Höhe von 6 250 Schilling (knapp 900 Mark) bereits ab 2001 ausbezahlt werden.
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