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Köln
Harte Strafurteile gegen Kölner Silvester-Täter

Köln. Vor dem Kölner Amtsgericht sind gestern die ersten beiden Täter im Zusammenhang mit den Übergriffen in der Silvesternacht verurteilt worden. Im ersten Verfahren erhielt ein 23 Jahre alter Marokkaner wegen Handydiebstahls und Drogenbesitzes eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung und eine Geldstrafe von 100 Euro. Der Richter erklärte in seiner Urteilsbegründung, dass der junger Mann sich nicht an die Vorschriften im Land halten würde und auch schon deshalb bestraft werden müsste. Die Staatsanwältin sagte, der Mann habe mit der Tat sein Gastrecht in Deutschland missbraucht.

In einem zweiten Verfahren wurde ein 22 Jahre alter Tunesier wegen Diebstahls einer Kamera zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Für seinen 18 Jahre alten Komplizen aus Marokko gab es lediglich einen Schuldspruch.

In der Silvesternacht war es in Köln rund um den Hauptbahnhof zu Hunderten Straftaten gekommen. Entsetzen hatten vor allem die sexuellen Übergriffe auf Frauen ausgelöst. Sie sollen von Männern bedrängt worden sein. Es wurden auch Vergewaltigungen angezeigt.

Die sexuellen Nötigungen waren gestern allerdings nur am Rande Thema der Verhandlungen. So sagte eine Zeugin aus, dass sie und ihre Freundinnen mehrfach unsittlich berührt worden seien.

(csh)
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