"Keine Gefahr durch Uran-Munition": Heeresinspekteur nimmt Scharping in Schutz
zuletzt aktualisiert: 24.01.2001 - 11:02Berlin (dpa). Der Heeresinspekteur der Bundeswehr, Helmut Willmann, hat Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) gegen Vorwürfe einer schlechten Informationspolitik über Uran-Munition während des Kosovo-Einsatzes in Schutz genommen.
Nach menschlichem Ermessen sei auf Grund der vorbereitenden Ausbildung der Soldaten und der Schutzmaßnahmen eine Gefährdung durch Uran-Fundmunition ausgeschlossen, sagte Willmann am Mittwoch in Berlin. Das habe er auch in der nicht öffentlichen Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages dargelegt.
Er habe am Dienstag mit dem Befehlshaber für das erste deutsche Kontingent im Kosovo, Brigadegeneral a. D. Helmut Harff, darüber gesprochen. Harff habe ihm bestätigt, dass es schon von Beginn des Einsatzes im Juni 1999 an Warnungen vor Uran-Munition gab. Im Juli 1999 seien dann konkrete Hinweise von der NATO gekommen. Danach seien die Schutzmaßnahmen den Soldaten noch einmal ausdrücklich erklärt worden, sagte Willmann.
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