Drei Männer erlitten Verletzungen: Heftige Straßenschlachten in Belfast
zuletzt aktualisiert: 04.06.2002 - 15:05Belfast (rpo). Den vierten Abend in Folge ist es am Montagabend im noririschen Belfast zu schweren Straßenschlachten zwischen Katholiken und Protestanten gekommen. Drei Männer wurden nach Angaben der Polizei verletzt.
Einer wurde von einer Kugel in die Brust getroffen, der zweite am Fuß verletzt. Ein Busfahrer erlitt Schnittwunden, als ein Unbekannter das Fahrzeug beschoss.
Bereits am Sonntagabend hatten ein 39-jähriger Mann und zwei 15-jährige Jungen Schussverletzungen an Rücken und Beinen erlitten. Die Unruhen begannen laut Polizei, als Bewohner der katholischen Enklave Short Strand im Ostteil von Belfast Steine und Brandsätze auf Häuser im überwiegend von Protestanten bewohnten Viertel Cluan Place warfen. Dabei fingen zwei Gebäude Feuer.
Auch am Montag war Short Strand der Schauplatz der Auseinandersetzungen, an denen sich etwa 1.000 Leute beteiligten. Über dem Gebiet wurden Hubschrauber eingesetzt, Soldaten und Polizisten waren im Einsatz. Ein führender Polizeioffizier, Colin Cramphorn, rief alle Seiten zu Ruhe auf. Die Lage könne rasch außer Kontrolle geraten, warnte er.
Auslöser der seit Freitag andauernden Gewalt waren Straßenfeste von Protestanten zum Goldenen Thronjubiläum von Königin Elizabeth.
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