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Washington
Historischer Bruch bei den US-Republikanern

Washington. Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will entgegen seiner Zusage nun doch keinen anderen nominierten Kandidaten seiner Partei unterstützen. "Nein, ich mache es nicht mehr", sagte Trump bei einer Veranstaltung auf die Frage, ob er noch hinter seinem Versprechen stehe, jeden nominierten Republikaner bei der Präsidentschaftswahl zu unterstützen.

Im Gegenzug erwarte er auch nicht, dass sein Parteirivale Ted Cruz ihn unterstütze, sollte er als Präsidentschaftskandidat gekürt werden, betonte der Milliardär. Die im September abgegebene Loyalitätsgarantie hatte Trump Glaubwürdigkeit in seiner Partei verschafft. Auch seine Rivalen hatten die Unterstützung jedes Nominierten zugesichert.

Die Aufkündigung der Unterstützungszusage wird als Zeichen einer sich verschärfenden Auseinandersetzung zwischen Trump und seinem stärksten Widersacher Cruz gewertet. Der texanische Senator wollte sich nicht dazu äußern, ob er seine Zusage einhalten wolle.

Und auch mit seiner Aussage über Abtreibungen hat Trump einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. In einem Interview des Senders MSNBC plädierte er am Mittwochabend dafür, Frauen für eine Abtreibung zu bestrafen, sollten diese für illegal erklärt werden. Trump wollte aber auch auf Nachfrage nicht sagen, was er sich genau darunter vorstellt. Wenig später ruderte der Unternehmer zurück. Nicht die Frauen sollten bestraft werden, sondern "der Arzt oder jeder andere, der diese illegale Handlung vornimmt", erklärte er in einer Mitteilung.

Der Rechtspopulist Trump hatte zuletzt seinen Vorsprung im Rennen um die Kandidatur seiner Partei weiter ausgebaut.

(rtr, dpa)
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