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Paris
Hollande hofft mit neuen Ministern auf Wiederwahl

Paris. Auf die sonst übliche Verlesung der Regierungsliste durch den Generalsekretär des Elysée verzichtete François Hollande diesmal. Eine schlichte Mitteilung verkündete gestern die wohl letzte Regierungsumbildung des französischen Präsidenten. Das neue Kabinett ist für Hollande eine Rückkehr zu den Anfängen: Sein erster Regierungschef Jean-Marc Ayrault kommt als Außenminister zurück und wird Nachfolger von Laurent Fabius. Auch drei Politiker der Grünen, die 2014 zusammen mit Ayrault die Regierung verlassen hatten, sitzen künftig wieder auf der Regierungsbank. Damit gelang es dem Präsidenten, seine Basis vor der Wahl im nächsten Jahr zu verbreitern.

In seinem letzten Amtsjahr, das im April beginnt, zählt der Staatschef auf alte Freunde wie Ayrault. Der ehemalige Deutschlehrer soll vor allem im deutsch-französischen Verhältnis und auf europäischer Ebene Impulse setzen. Ayrault setzte sich gegen Hollandes frühere Lebensgefährtin, Umweltministerin Ségolène Royal, durch, der ebenfalls Ambitionen auf das Außenministerium nachgesagt worden waren.

Der Chefposten im Quai d'Orsay war frei geworden, nachdem Hollande den bisherigen Außenminister Fabius für den Verfassungsrat nominiert hatte. Als weitere Vertraute berief der Präsident seine Kulturberaterin Audrey Azoulay zur neuen Kulturministerin.

(lon)
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