kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

NATO-Luftangriffe begannen vor einem Jahr: Hombach: Lage im Kosovo Besorgnis erregend

zuletzt aktualisiert: 24.03.2000 - 15:24

Frankfurt/Main (AP). Ein Jahr nach Beginn der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien ist die Lage im Kosovo nach Ansicht des EU-Balkanbeauftragten Bodo Hombach weiter Besorgnis erregend. Der Aufbau des Landes gestalte sich wegen ökonomischer Probleme schwierig, sagte der Koordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa am Freitag im Bayerischen Rundfunk. Der Leiter der UN-Zivilverwaltung im Kosovo, Tom Koenigs, warnte vor "kurzsichtiger Knauserigkeit" des Westens. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt Ludger Volmer unterstrich die Erfolge der Aufbauorganisationen.

Positiv wertete Hombach die regionale Zusammenarbeit der Nachbarländer des Kosovos. Hier habe es überraschend gute Fortschritte gegeben. Dies sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Europäische Union Aufbauprojekte angestoßen habe, an denen mehrere Länder der Region beteiligt seien. Damit könne künftig verhindert werden, dass aus einzelnen Krisenherden Flächenbrände entstünden, meinte der SPD-Politiker. Auf dem Balkan seien allerdings noch viele Reformen notwendig - etwa bei der Gesetzgebung, beim Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität sowie im wirtschaftlichen Bereich.

Koenigs sagte der "Frankfurter Rundschau": "Wer den Krieg bezahlt hat, sollte beim Frieden nicht geizen." Die UN-Mission koste im gesamten Jahr so viel, wie ein halber Tag der NATO-Bombardierungen gekostet habe. Es müsse gezielt verhindert werden, dass die Region in einen neuen, weitaus teureren Konflikt hineinschlittere. Dabei gelte es, im Kosovo mehr aufzubauen als nur Häuser und Straßen. Ebenso wichtig seien demokratische Strukturen, die jedoch viel Zeit erforderten, betonte der Grünen-Politiker.

Nach Einschätzung von Staatsminister Volmer hat es die internationale Staatengemeinschaft immerhin geschafft, nicht nur die Vertreibungen zu stoppen, sondern auch den Boden für die Rückkehr der albanischen Flüchtlinge in den Kosovo zu bereiten. Die Sicherheitslage vor Ort sei allerdings noch sehr unbefriedigend, räumte der Grünen-Politiker im Norddeutschen Rundfunk ein. Hier dürften die Bemühungen um eine Lösung nicht nachlassen.

Der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel nannte es im selben Sender "ein starkes Stück", dass der jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic immer noch frei agieren könne. Er müsse endlich vor das internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gebracht werden. Leider habe er jedoch unter den Serben zuviel Rückhalt. Falsch wäre es, die im Kosovo stationierten KFOR-Soldaten zum jetzigen Zeitpunkt schon wieder abzuziehen. Sie müssten vielmehr noch jahrelang dort bleiben, meinte der FDP-Politiker.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schweiz verabschiedet Steuerabkommen mit Berlin

Kampf gegen Steuerhinterziehung

Schweiz verabschiedet Steuerabkommen

Das Schweizer Parlament hat das Steuerabkommen mit Deutschland verabschiedet. mehr 

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Neue Vorwürfe im Atomstreit

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Der Iran hat nach Informationen der IAEA in einer verdächtigen militärischen Versuchsanlage Spuren verwischt. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Kampf gegen Steuerhinterziehung

Schweiz verabschiedet Steuerabkommen

Neue Vorwürfe im Atomstreit

IAEA: Iran hat Spuren verwischt

Innenministerkonferenz

Salafisten und Rocker im Visier

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services