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Aleppo
In Aleppo kollabiert die medizinische Versorgung

Aleppo. Die heftigsten Angriffe des syrischen Regimes auf Aleppo seit Wochen haben viele Menschenleben gefordert und zu einem Kollaps der medizinischen Versorgung in den Rebellengebieten geführt. Alle größeren Krankenhäuser im Ostteil der nordsyrischen Stadt seien zwischenzeitlich außer Betrieb gewesen, berichtete die Union der syrischen Medizin-Organisationen. Seit Wiederaufnahme der Luftangriffe vor knapp einer Woche sind nach Erkenntnissen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Region etwa 240 Menschen getötet worden. Allein am Samstag habe es im belagerten Ostteil der Großstadt mindestens 54 Tote gegeben. Sieben Kinder kamen durch Granaten ums Leben, die von Aufständischen gestern abgefeuert wurden und eine Schule in dem vom Regime gehaltenen Westen der Stadt trafen. In der Nacht zum Sonntag starben sechs Mitglieder einer Familie, als Helikopter des Assad-Regimes international geächtete Fassbomben über dem Ostteil der Stadt abwarfen - dort kamen vier Kinder ums Leben.

Bereits am Freitag waren vier Krankenhäuser nach Luftschlägen geschlossen worden. Unter den Kliniken sei auch die letzte noch funktionierende Kinderklinik im Osten Aleppos gewesen, die schon in den Tagen zuvor Ziel von Bombardements war. Aleppo gilt als eines der wichtigsten Schlachtfelder in Syrien und ist ein Symbol des verheerenden Bürgerkrieges.

Quelle: RP
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