Stamm verlangt Lizenzgebühren für Öl- und Gasförderung: Indianer verlangen Milliarden-Wiedergutmachung
zuletzt aktualisiert: 01.05.2000 - 21:03Calgary (dpa). In der kanadischen Stadt Calgary hat am Montag ein Prozess um die höchste Wiedergutmachungsforderung von Indianern in der Geschichte Kanadas begonnen. Der Stamm der Samson Cree verlangt von der Bundesregierung in Ottawa 1,4 Milliarden kanadische Dollar (etwa zwei Milliarden Mark).
Der Stamm aus der westkanadischen Provinz Alberta besitzt Land, auf dem Öl und Gas gefördert wird. Die Indianer behaupten, dass ihnen zustehende Lizenzgebühren über 50 Jahre lang nicht ordnungsgemäß abgerechnet wurden.
1998 schlug die Regierung eine außergerichtliche Einigung vor, was die Samson Cree aber empört ablehnten. Eine Stammessprecherin sagte jetzt dem Radiosender CBC, dass der "beleidigende" Regierungsvorschlag kein Eingeständnis einer Vertragsverletzung enthalten habe. Der nun nach zehnjähriger Vorbereitung begonnene Prozess wird nach Ansicht von Beobachtern mindestens zwei Jahre dauern.
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