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Berlin
Innenministerium revidiert Zahlen zu Abschiebe-Attesten

Berlin. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich bei seinem Vorwurf an Ärzte, Gefälligkeitsatteste für Flüchtlinge zu schreiben, auf nicht gedeckte Zahlen berufen. "Es gibt keine flächendeckenden statistisch erhobenen Bundesdurchschnittszahlen zur genauen Quote der an Attesten gescheiterten Abschiebungen", räumte das Innenministerium gestern ein. De Maizière hatte sich darüber beklagt, dass Ärzte Flüchtlingen zu oft ungerechtfertigt Atteste ausstellen und damit Abschiebungen verhindern.

Dabei nannte er Zahlen, die keine statistische Grundlage haben. Im Interview mit unserer Redaktion sagte er: "Es werden immer noch zu viele Atteste von Ärzten ausgestellt, wo es keine echten gesundheitlichen Abschiebe-Hindernisse gibt. Es kann nicht sein, dass 70 Prozent der Männer unter 40 Jahren vor einer Abschiebung für krank und nicht transportfähig erklärt werden."

(dpa)
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