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Air Berlin ist kein Fall für den Steuerzahler

Insolvenz: Warum Air Berlin kein Fall für den Steuerzahler ist
FOTO: Ronny Hendrichs
Die Insolvenz von Air Berlin ist ein Absturz mit Ansage. Der Großaktionär Etihad hat Milliarden in seine deutsche Tochter gesteckt, aber ein schlüssiges Konzept für die Sanierung hat er auch nicht präsentieren können. Hohe Verluste über Jahre, ein milliardenschwerer Schuldenberg - das Desaster war absehbar. Am Ende haben die Araber nichts anderes getan, als die Verantwortung für ihr Eigentum bei der deutschen Politik abzuladen. Das ist schlechter Stil. Von Georg Winters

Die Bundesregierung darf bei Air Berlin nun keinen ordnungspolitischen Fehler machen. Natürlich macht es in den Sommerferien Sinn, einen Überbrückungskredit mit einer Bundesbürgschaft abzusichern. Vermutlich kann nur diese Rettungsaktion ein Flughafen-Fiasko mit massenweise gestrandeten Urlaubern verhindern. Dass der Steuerzahler am Ende den Kopf hinhält, darf aber nicht sein. Wenn sich mit Hilfe von Investoren kein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln lässt, muss Air Berlin abgewickelt werden, bei allem Bedauern über Jobverlust und betroffene Mitarbeiter. Wir können nicht mit dem Finger auf Italien zeigen, wo Banken gegen die Regeln mit Staatsgeld über Wasser gehalten werden, und dann in Deutschland denselben Fehler begehen.

Quelle: RP
 
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