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Bagdad
Irakische Truppen greifen Ramadi an

Bagdad. Das irakische Militär rückt nach eigenen Angaben auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierte Stadt Ramadi im Westen des Landes vor. Die Truppen hätten auf dem Weg ins Zentrum gestern den Euphrat überquert, sagte ein Militärsprecher. Es komme sporadisch zu Gefechten. Auch seien die irakischen Soldaten gezwungen, Sprengsätze am Straßenrand zu entschärfen.

Ramadi, die Hauptstadt der Provinz Anbar, ist seit Mai in der Hand der Extremisten des sogenannten Islamischen Staats. Damals waren irakische Soldaten vor dem IS-Vormarsch geflohen. Seit November führen sie eine Gegenoffensive. Die von den USA geführte internationale Koalition gegen den IS unterstützt den Angriff aus der Luft. Nach Angaben des Sprechers nehmen an der Bodenoffensive keine paramilitärischen Kräfte teil. Gemeint sind in der Regel schiitische Milizen, die in sunnitischen Gebieten im Irak auf Misstrauen stoßen.

Der IS hat im abgelaufenen Jahr in Syrien und im Irak große Regionen verloren. Das Herrschaftsgebiet der Dschihadisten schrumpfte von Januar bis Anfang Dezember um etwa 14 Prozent, wie der militärische Branchendienst "IHS Jane's Conflict Monitor" schätzt. Vor allem kurdischen Einheiten eroberten im Norden Syriens entlang der Grenze zur Türkei viel Territorium zurück. Auch die Iraker konnten den IS mit Hilfe der US-geführten internationalen Koalition zurückdrängen.

Quelle: RP
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