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Düsseldorf
Islamistischer "Maulwurf" im Verfassungsschutz enttarnt

Düsseldorf. Beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist ein Mitarbeiter als mutmaßlicher Islamist enttarnt worden, der offenbar Gesinnungsgenossen mit internen Informationen versorgen wollte, um an einem Anschlag mitzuwirken. Das Bundesamt bestätigte einen "Spiegel"-Bericht, wonach dem Mitarbeiter vorgeworfen, sich im Internet unter falschem Namen islamistisch geäußert und in Internetchats Amtsinterna preisgegeben zu haben. Darüber hinaus habe er sich angeboten, sensible Informationen über das BfV weiterzugeben, die, so ein Sprecher, "zu einer Gefährdung des Amtes führen könnten".

Nach Informationen unserer Redaktion hatte das BKA bereits am vergangenen Donnerstag den BfV-Mitarbeiter festnehmen lassen. Gechattet hatte der Mann laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf aber "mit einem anderen Mitarbeiter derselben Behörde". Der deckte den versuchten Geheimnisverrat auf, der 51-Jährige wurde festgenommen. Wegen Fluchtgefahr erließ das Amtsgericht Düsseldorf Haftbefehl.

Der 51-Jährige soll sich selbst als Konvertit bezeichnen. Er war im April 2016 als Quereinsteiger zum Bundesamt gekommen, und mit der Beobachtung der salafistischen Szene betraut worden. Der Mann lebt in NRW. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte, dass sich bislang keine "belastbaren" Anhaltspunkte dafür ergeben hätten, dass der Beschuldigte tatsächlich schon Informationen weitergegeben habe.

(may-/sg)
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