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Jugendlicher kam ums Leben: Israelische Bulldozer im Gazastreifen

zuletzt aktualisiert: 02.05.2001 - 07:08
Jerusalem (rpo). Israelische Bulldozer sind offenbar in das palästinänsische Flüchtlingslager Rafah und in den Gazastreifen eingedrungen. Dabei sollen sie mindestens zehn Häuser zerstört haben. Israelische Panzer hätten das Feuer eröffnet. Dabei kam ein 17-jähriger Palästinenser ums Leben, mindestens 15 weitere wurden verletzt.

Ein Vertreter der palästinensischen Sicherheitskräfte, Brigadegeneral Abdel Rasek el Madschaida, bezeichnete das israelische Vorgehen als "gefährliche Eskalation". Ein Augenzeuge berichtete, Palästinenser hätten mit Panzerabwehrgeschossen auf die Israelis gefeuert. Die israelische Armee erklärte, sie gehe den Berichten nach. Ein Sprecher sagte, in der Gegend sei es den ganzen Tag zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen.

Der israelische Außenminister Schimon Peres bezeichnete den palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat in Washington als Partner für den Frieden. Wenn die Verhandlungen über eine Friedenslösung wieder aufgenommen worden seien, werde Israel zu schmerzhaften Kompromissen bereit sein. "Wir können nichts mit Gewalt lösen", sagte Peres am Dienstag am Institut für Nahostpolitik. Im Westjordanland und dem Gazastreifen würden keine neuen jüdischen Siedlungen gebaut. Und obwohl Israel mit den Palästinensern zunächst über ein Übergangsabkommen sprechen wolle, seien Verhandlungen über einen endgültigen Vertrag nicht ausgeschlossen.

Peres will bei seinem Gespräch mit seinem amerikanischen Kollegen Colin Powell am (heutigen) Mittwoch um Unterstützung bei der Vermittlung eines Waffenstillstandsabkommens mit den Palästinensern bitten. Bei dem Gespräch gehe es darum, wie man ein "wirksames Waffenstillstandsabkommen" erzielen kann, sagte Peres am Dienstag. Ohne amerikanische Hilfe könne dies nicht funktionieren.

Quelle: RPO Archiv

 
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