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Ja, mit Gottes Hilfe

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat mit einer sehr deutlichen Mehrheit eine revolutionäre Reform beschlossen. Homosexuelle Paare werden ab sofort behandelt wie heterosexuelle: Sie sind nicht mehr auf die Notlösung einer "gottesdienstlichen Begleitung" angewiesen, sondern haben den Anspruch auf eine offizielle Trauung. Von Stefan Weigel

Es gibt bestimmt Menschen, die das schlecht finden. Das ist in der Kirche so sicher wie das Amen - selbst in der evangelischen; und nicht alle, die eine solche Reform ablehnen, werden homophobe Eiferer sein. Einige Christen haben zwar nichts gegen Homosexuelle, sie können und wollen sich aber nicht leichtfertig vom Bild der Ehe zwischen Mann und Frau lösen, wie es die Bibel gezeichnet hat.

Das ist verständlich, doch trotzdem: Wenn zwei Liebende einander Treue versprechen und für ihren Lebensbund den Segen des Herrn erbitten, dann berührt das nicht nur die Menschen selbst, sondern auch das Christentum im Innersten. Vor der Macht der Liebe im Angesicht Gottes muss jede Tradition zurücktreten, selbst wenn sie 2000 Jahre alt ist.

Quelle: RP
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