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Jäger verspielt Vertrauen

Über den Sinn oder Unsinn eines Einbruchsradars lässt sich trefflich streiten. Während die einen sagen, dass es dazu dienen kann, die Zahl solcher Taten zu reduzieren, kritisieren die anderen, dass so etwas überhaupt nichts bringt. Von Christian Schwerdtfeger

Worüber sich jedoch nicht streiten lässt, ist die Art und Weise, wie Innenminister Ralf Jäger (SPD) seine Kreispolizeibehörden über die Einführung dieses Instruments informiert hat. Nämlich so gut wie gar nicht. Viele erfuhren erst aus der Presse, dass sie schon ab kommendem Monat ein Einbruchsradar erstellen sollen. Wie sie das bis dahin bewerkstelligen sollen, wissen sie nicht genau. Ein Landeskonzept mit einheitlichen Regelungen fehlt noch.

Es ist ein Versäumnis, das eines so wichtigen Ministeriums nicht würdig ist und auch einfach nicht passieren darf - vor allem bei einem derart ernsten Thema. Denn die Panne vermittelt den Eindruck, dass bei den Sicherheitsbehörden die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Und so muss man sich auch nicht wundern, wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei weiter schwindet.

Quelle: RP
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