Lebenslanges Wohnrecht und keine Luxussanierungen: Japaner bieten laut "Spiegel" für Eisenbahner-Wohnungen
zuletzt aktualisiert: 02.07.2000 - 16:21Hamburg (AP). Der japanische Finanzkonzern Nomura will nach einem Bericht des "Spiegels" für die deutschen Eisenbahner-Wohnungen bieten.
Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin am Samstag vorab berichtete, plant der Konzern, in den kommenden fünf bis sechs Jahren insgesamt 30 Milliarden Mark (15,34 Milliarden Euro) über seine Frankfurter Tochter Principal Finance Group in Deutschland anzulegen. Mit einem Teil dieser Summe sollten die rund 112.000 Eisenbahner-Wohnungen gekauft werden.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte erst am Mittwoch die Privatisierung der Eisenbahner-Wohnungen für rechtlich einwandfrei erklärt. Der Hauptpersonalrat hatte den Verkaufsplan angefochten, weil er seiner Auffassung nach gegen die Verpflichtung verstößt, die Eisenbahn-Wohngesellschaften als betriebliche Sozialeinrichtungen fortzuführen. Das Bundesverwaltungsgericht entschied dagegen, ein Verstoß gegen einschlägige Bestimmungen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes liege nicht vor.
Laut "Spiegel" untermauern die Japaner ihre Offerte mit weit reichenden sozialen Zusicherungen wie einem lebenslangen Wohnrecht für die Mieter und dem Ausschluss von Luxussanierungen.
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