Bund will 5,1 Milliarden Mark einnehmen: Japanischer Konzern kauft 64.000 ehemalige Bahn-Wohnungen
zuletzt aktualisiert: 29.11.2000 - 09:03Hamburg (dpa). Der japanische Finanzkonzern Nomura wird nach Informationen der «Financial Times Deutschland» mit Partnern 64 000 der 113 000 Wohnungen aus dem einstigen Besitz der Deutschen Bahn AG kaufen. Der Bund könne daraus nach Abzug von Verbindlichkeiten 5,1 Milliarden DM erwarten, schreibt die Zeitung (Mittwochausgabe).
Die Nomura-Tochter Principal Finance Group ist dem Bericht zufolge zu 54 Prozent an einer Bietergruppe aus dem Immobilienkonzern WCM und zehn Landesentwicklungsgesellschaften (LEG) beteiligt. Die Bietergruppe zahle insgesamt 7,6 Milliarden DM für die Immobilien. Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) habe für seinen Haushalt 2001 bereits 4,6 Milliarden DM aus dem seit langem geplanten Verkauf der Liegenschaften eingeplant. Er könne also netto mit zusätzlich 500 Millionen DM rechnen.
Die Privatisierung der Bahn-Liegenschaften war noch unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) angelaufen. Der geplante Verkauf an die LEG und WCM wurde aber heftig kritisiert und löste eine Klage der Bahn-Gewerkschaft aus. Damals hatte Nomura vergeblich für die Wohnungen mitgeboten.
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