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Berlin
Jeder zwölfte Junge ist süchtig nach Computerspielen

Berlin. Sie zeigen Entzugserscheinungen, schotten sich ab und verschulden sich sogar: 8,4 Prozent der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen zwölf und 25 Jahren sind computerspielsüchtig. Das ist das Ergebnis einer Studie von der Krankenkasse DAK-Gesundheit und dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen, der ersten repräsentativen ihrer Art in Deutschland. Mädchen und junge Frauen sind deutlich seltener betroffen: bei ihnen sind es nur 2,9 Prozent. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, nannte die Ergebnisse beunruhigend und kündigte Konsequenzen an. Sie setze sich dafür ein, dass die Bewertung des Suchtpotenzials Teil der Altersbeschränkung von Computerspielen werde, sagte sie bei der Vorstellung der Studie. Auch die Altersfreigabe "FSK ab 0 freigegeben" solle bei Online-Spielen generell überdacht werden.

Computerspielsucht ist in Deutschland nicht als Krankheit anerkannt. Es gilt als umstritten, ob sie nicht eher Folge anderer psychischer Krankheiten ist.

(lukra)
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