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Sanaa
Saudi-Arabien greift Huthi-Rebellen im Jemen an

Jemen-Chronologie: Ein Land am Rande des Bürgerkriegs
Jemen-Chronologie: Ein Land am Rande des Bürgerkriegs
Sanaa. Nach dem Vormarsch schiitischer Huthi-Rebellen in den Süden des Jemen haben Saudi-Arabien und arabische Verbündete mit Luftangriffen in den Konflikt eingegriffen. Kampfjets der Koalition aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Bahrain und Katar bombardierten in der Nacht zu gestern Huthi-Stellungen in der Hauptstadt Sanaa und an anderen Orten, wie der arabische Nachrichtenkanal Al Arabija berichtete.

Das Bündnis unterstützt mit der Militär-Operation Jemens Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, der vor den Rebellen geflohen war. Diese hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, darunter die Hauptstadt Sanaa. Dort setzten sie Hadi und die Regierung ab. Der Präsident floh im Februar ins südjemenitische Aden. Am Mittwoch rückten die Huthis jedoch bis in die Hafenstadt vor und zwangen Hadi erneut zur Flucht. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.

Der Militäreinsatz erfolge auf Bitten der legitimen Regierung Jemens, sagte der saudische Botschafter in Washington, Adel al Dschabir. Zuvor hatte Hadi das militärische Eingreifen des Auslands gefordert. Hadi-treue Kräfte konnten nach Beginn der Luftangriffe den Flughafen Aden wieder unter Kontrollen bringen, wie ein lokaler Offizieller berichtete. Die saudische Nachrichtenagentur SPA meldete, die Luftschläge hätten mehrere Huthi-Stellungen und vier Kampfjets zerstört. Der Iran verurteilte das militärische Eingreifen. Die USA beteiligen sich mit logistischer Unterstützung.

(dpa)
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