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Bremen
Jusos bleiben auf Konfrontation zur SPD-Führung

Bremen. Als Johanna Uekermann am Samstag beim Bundeskongress der Jusos in Bremen als Vorsitzende wiedergewählt wurde, war Sigmar Gabriel ganz in der Nähe. Der SPD-Chef stand auf der Tribüne des Weserstadions. Uekermanns Wiederwahl nahm er zur Kenntnis, auf eine persönliche Gratulation ihres Parteivorsitzenden wartete die 28-Jährige aber vergeblich. "Wir hätten uns sehr gefreut, wenn Sigmar Gabriel zu uns gekommen wäre und mit uns gemeinsam diskutiert hätte", sagte die Juso-Chefin im Interview mit unserer Redaktion. Dass Gabriel den Kongress ignorierte, ist ein Schlag ins Gesicht der Jungsozialisten.

Seit Uekermann das Sagen hat, gilt das Verhältnis zur Parteispitze als zerrüttet. Gabriels Arbeit bewertete sie in ihrer Bremer Rede mit einer Vier minus. Der ließ daraufhin seinen Fraktionschef kontern. Thomas Oppermann bezeichnete Uekermann als "konsequent unsolidarisch und wirklichkeitsfern". So scharf wird sonst nur gegen die Opposition geschossen. "Als Juso-Vorsitzende kommt es vor, dass man auch mal ein paar Reibereien hat. Das halte ich aus", sagte Uekermann, die mit ihren Jusos die SPD zu einer modernen linken Volkspartei machen möchte.

(gol)
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