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Mülheim
Kaiser's Tengelmann wird nun wohl doch zerschlagen

Mülheim. Der Nervenkrieg um die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann geht weiter. Eine Woche nach einem Spitzengespräch, bei dem alle Beteiligten Zuversicht verbreitet hatten, scheint die Rettung der Tengelmann-Tochter jetzt doch fast ausgeschlossen. Die Konzerne Edeka, Tengelmann und Rewe erklärten die Verhandlungen über eine mögliche Lösung des Konflikts für gescheitert. Die Frist, die sich alle Beteiligten gesetzt haben, läuft zwar erst am Montag aus, aber eine Einigung scheint kaum möglich.

Edeka und Tengelmann auf der einen sowie Rewe auf der anderen Seite gaben sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern der Gespräche. Vorige Woche hatte es so ausgesehen, als ob Rewe und seine Mitstreiter Norma und Markant bereit seien, bei entsprechenden Gegenleistungen ihre Beschwerden gegen die Ministererlaubnis für die Übernahme von Kaiser's durch Edeka zurückzuziehen. Diese Ministererlaubnis liegt auf Eis, weil das Oberlandesgericht Düsseldorf die Umsetzung vorläufig untersagt hat. Für eine Rücknahme der Beschwerden hätte es eine Einigung über eine Aufteilung von Märkten geben müssen, auf die sich die Verhandlungsführer aber nicht verständigen konnten.

Wird Kaiser's zerschlagen, droht Tausenden von Mitarbeitern der Verlust ihres Arbeitsplatzes. Derzeit hat das Unternehmen noch rund 15.000 Beschäftigte.

(gw)
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