Ministerium will Abgabeverbot von Zigaretten an Jugendliche: Kampf dem Glimmstengel
zuletzt aktualisiert: 04.03.2000 - 15:24Hamburg (dpa). Das Bundesgesundheitsministerium strebt ein Abgabeverbot von Zigaretten an Kinder und Jugendliche an. Wie die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Christa Nickels (Bündnis 90/Die Grünen), der "Welt am Sonntag" sagte, solle "bei dieser Initiative vor allem der Kinder- und Jugendschutz stärker berücksichtigt werden".
Geplant sei, eine Lücke im Jugendschutzgesetz zu schließen und "ein Abgabeverbot von Tabakwaren an Kinder und Jugendliche zu erreichen". Das Gesundheitsministerium unterstütze eine entsprechende interfraktionelle Arbeitsgruppe von Bundestagsabgeordneten, die über gesetzliche Maßnahmen zum Nichtraucherschutz berate.
Nickels ermahnte die Industrie, sich an die bereits bestehende Selbstverpflichtung zu halten, wonach in diesem Jahr "Zigarettenautomaten endgültig im Sichtfeld von Haupteingängen einer Schule oder Jugendzentren abgebaut sein müssen".
Die Staatssekretärin rief Arbeitgeber und Gewerkschaften zu verstärktem Nichtraucherschutz an allen Arbeitsplätzen auf: "Es wäre wünschenswert, wenn von den geltenden Vorschriften noch konsequenter Gebrauch gemacht würde. Dann wären Arbeitnehmer nicht mehr gezwungen, ihr Recht auf Nichtraucherschutz vor Gericht einklagen zu müssen."
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