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Berlin
Kaufprämie soll Absatz-Ziel für Elektroautos retten

Berlin. Die Autoindustrie und die SPD haben ihren Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verstärkt, den bislang schleppenden Verkauf von Elektroautos durch staatliche Anreize anzukurbeln. Im Gespräch ist unter anderem eine Prämie von bis zu 5000 Euro. Daran sollen sich die Hersteller nach dem Willen der Regierung beteiligen. Diskutiert wird auch, E-Autos als Dienstwagen steuerlich besserzustellen. Merkel traf gestern Abend mit den Chefs von BMW, VW und Daimler in Berlin zusammen. Entscheidungen über die konkrete Förderung wurden aber nicht getroffen. Die Regierung will die Zahl der E-Autos auf deutschen Straßen von derzeit 30.000 bis 2020 auf eine Million steigern. Bislang läuft der Absatz schlecht, weil E-Autos teuer sind und genügend Ladesäulen fehlen. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der eine Kaufprämie bisher abgelehnt hatte, änderte gestern seine Meinung. Dobrindt sagte, insgesamt könne man zu der Überlegung kommen, Ladesäulen-Aufbau und Kaufanreize zu kombinieren. Es gebe bei solchen Förder-Überlegungen von seiner Seite keine ideologischen Vorbehalte. "Dazu gehört auch die Diskussion um die Kaufprämie."

In der Koalition fordern Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und CSU-Chef Horst Seehofer Kaufzuschüssen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich dagegen ausgesprochen, Merkel ist noch nicht festgelegt.

(mar)
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