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Rechtsextreme Aufmärsche in Ostdeutschland: Kaum Zwischenfälle

zuletzt aktualisiert: 18.06.2000 - 10:50

Berlin (dpa). Ohne größere Zwischenfälle sind am Samstag Aufmärsche von Rechtsextremen und Gegendemonstrationen in mehreren ostdeutschen Städten verlaufen. Die Rechtsextremisten hatten den Jahrestag des DDR-Arbeiteraufstandes vom 17. Juni 1953 zum Anlass für ihre Kundgebungen genommen, da die Arbeiter für den Nationalstaat gekämpft hätten.

Die größten Aufmärsche gab es in Görlitz und im brandenburgischen Königs Wusterhausen, wo jeweils rund 250 NPD-Anhänger durch die Stadt zogen. Auch in Berlin, Magdeburg und Chemnitz traf sich die rechte Szene. Trotz zahlreicher Gegenveranstaltungen kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.

Im sächsischen Görlitz waren ursprünglich etwa 1000 rechte Demonstranten erwartet worden. Erst am Freitag hatte das Verwaltungsgericht das ursprüngliche Veranstaltungsverbot aufgehoben. In Berlin versammelten sich etwa 80 Republikaner und 100 Gegendemonstranten am Brandenburger Tor. Die Polizei sprach gegen 30 der Gegendemonstranten einen Platzverweis aus, nachdem diese versucht hatten, die Republikaner-Veranstaltung mit Trillerpfeifen und Sprechchören zu stören.

Auch im Leipziger Stadtteil Grünau protestierten nach Angaben der Polizei rund 600 Menschen gegen rechte Gewalt. Die Veranstalter sprachen von etwa 1200 Teilnehmern der Demonstration, die friedlich verlief. Nur im Vorfeld gab es 17 Festnahmen, nachdem es zu kleineren Rangeleien zwischen rechten und linken Jugendlichen gekommen war.

Quelle: RPO Archiv

 
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