Führende israelische Politiker sehen keine Chancen: Kein Frieden mit Syrien?
zuletzt aktualisiert: 11.04.2000 - 16:55Jerusalem (dpa). Führende israelische Politiker haben den Friedensprozess mit Syrien am Dienstag für gescheitert erklärt. Während Ministerpräsident Ehud Barak und US-Präsident Bill Clinton am Abend in Washington noch einmal die jüngsten Reaktionen aus Damaskus erörtern wollten, meinte sein Stellervertreter, Außenminister David Levy, Syrien sei offensichtlich "nicht an Frieden mit Israel interessiert". Damaskus habe bisher zu keiner der "wichtigen Fragen eines Friedensabkommens zufriedenstellende Antworten gegeben."
Der frühere Ministerpräsident und Nobelpreisträger Schimon Peres meinte, es sei an der Zeit, bei den Bemühungen um Syrien "eine Atempause einzulegen". Peres zeigte sich überzeugt, dass Gespräche mit Damaskus "frühestens nach der Wahl in den USA oder aber auch erst nach einem Machtwechsel in Syrien" wieder aufgenommen würden.
Überschattet wurde Baraks US-Besuch, bei dem auch ein Treffen mit Außenministerin Madeleine Albright auf dem Programm stand, von einer Protestaktion jüdischer Siedler im Westjordanland. Sie begannen dort mit dem "wilden" Bau einer Siedlung und kündigten die Verwirklichung weiterer von Barak nicht genehmigter Bauprojekte an.
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