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Düsseldorf/Berlin
Koalitionsstreit über Düsseldorfer Flughafen

Düsseldorf/Berlin. Die Weigerung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), den Flughafen Düsseldorf bei der Luftfahrtpolitik so wie Frankfurt, München und Berlin als wichtiges nationales Drehkreuz einzustufen, hat auch innerhalb der Regierung Kritik ausgelöst.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zeigte sich höchst irritiert über den Alleingang ihres Kabinettskollegen Dobrindt. "Bisher wurde der Entwurf des Luftverkehrskonzeptes innerhalb der Bundesregierung noch nicht abgestimmt", erklärte Hendricks unserer Redaktion. Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, übte ebenfalls Kritik an Dobrindts Einordnung. So sei dessen Einschätzung "nicht nachvollziehbar", dass der Flughafen Düsseldorf nur ein wichtiger Zubringerflughafen sei. Flughafen-Chef Thomas Schnalke bezeichnete Dobrindts Äußerung als "irritierend". Die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf verwies darauf, dass Düsseldorf mit 23,4 Millionen Passagieren drittgrößter Flughafen Deutschlands sei und einen wichtigen Umsteigepunkt für Reisende darstelle. "Daher wäre es nur konsequent, wenn der Bund den Düsseldorfer Flughafen als vierten Airport mit nationaler Bedeutung einstuft", sagte Uwe Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.

(jd/rky)
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