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Schleppender Beginn: Kommunalwahlen in Hessen

zuletzt aktualisiert: 18.03.2001 - 16:10

Wiesbaden (rpo). Bei Regenwetter ist die Wahlbeteiligung erfahrungsgemäß geringer als bei Sonnenschein. Entsprechend schleppend begannen in Hessen am Sonntag Morgen die Kommunalwahlen, die als erster Stimmungstest für die Bundestagswahlen im nächsten Jahr gelten.

Die Kommunalwahl in Hessen hat schleppend begonnen. Bei trübem Wetter fanden am frühen Sonntagmorgen nach Auskunft einiger Wahlämter erst wenige Wähler den Weg zur Stimmabgabe. "Von strömen kann keine Rede sein", hieß es etwa in Frankfurt. Rund 4,6 Millionen Wähler sind aufgerufen, die Zusammensetzung der Stadt- und Gemeindeparlamente und der Kreistage zu bestimmen. Gleichzeitig werden in 28 Städten und Gemeinden die Bürgermeister und im Kreis Limburg-Weilburg ein Landrat gewählt. Hintergrund: "Kumulieren und panaschieren" Kohl will Spender nennen

Die Wahl gilt auch als erster Stimmungstest für die CDU von Ministerpräsident Roland Koch nach der Schwarzgeldaffäre seiner Partei. Die Hessen-CDU hatte in den 80er Jahren mehr als 20 Millionen Mark in die Schweiz geschafft und später in Geheimkassen zurückgeschleust. Bundesweite Beachtung findet auch die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt, der größten hessischen Stadt. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Ein erster landesweiter Trend soll erst nach Mitternacht vorliegen.

Die Hessen dürfen bei der Wahl erstmals bis zu drei Stimmen auf einen Kandidaten anhäufen, unbeliebte Politiker ganz von der Wahlliste streichen und ihre Stimmen zwischen verschiedenen Parteilisten verteilen. Zugleich fällt die Fünf-Prozent-Hürde weg, an der die FDP 1997 in vielen Kommunen gescheitert war. Bei der Wahl vor vier Jahren war die SPD landesweit auf 38 Prozent gekommen, die CDU hatte 33 Prozent erzielt. Die Grünen erreichten elf, die freien Wähler 5,9, die FDP landesweit vier und die Republikaner 6,6 Prozent.

Quelle: RPO Archiv

 
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