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Kontinent des Aufstiegs

Der Pulverdampf nach Donald Trumps Wahlcoup hat sich gelegt, nun geht es an die Analyse: Was folgt für die europäische Politik? Zunächst dies: Die Enttäuschung der Millionen über die Politik-Elite sitzt tief. Vermeintliche Heilsbringer wie Barack Obama konnten die Verdrossenheit des Volkes gegenüber einer abgehobenen, zur Mauschelei neigenden Politikklasse nicht stoppen. Im Gegenteil. Dieses Gefühl gibt es auch hier. Es kulminiert in AfD-Stimmen. Die Politik muss Wege finden, wie sie Stimmungen erspürt, Themen enttabuisiert und sich trotzdem nicht anbiedert. Von Michael Bröcker

Zweitens müssen weltpolitische Sub-Zentren wie Europa die Verantwortung annehmen, die ihnen der bekennende Nationalist Trump auferlegen wird. Der hilfesuchende Blick über den großen Teich taugt nicht - Europa muss politisch der Global Player werden, der es wirtschaftlich (noch) ist. Dazu gehören eine wettbewerbsfähige Wirtschafts- und eine schlagkräftige Sicherheitspolitik. Und das Ziel, der Kontinent der Bildungschancen und des Aufstiegs zu sein. Die Antwort auf solche wie Trump in Paris, Berlin und Rom.

Quelle: RP
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