Rugova auch in dritter Wahlrunde abgelehnt: Kosovo: Chaos statt Parlament
zuletzt aktualisiert: 10.01.2002 - 16:17Pristina (rpo). Im Kosovo bleibt es chaotisch: Der kosovo-albanische Präsidentschaftskandidat Ibrahim Rugova ist im Parlament der südjugoslawischen Provinz auch in einer dritten Wahlrunde gescheitert.
Mit nur 51 Ja-Stimmen konnte er am Donnerstag in Pristina keine einfache Mehrheit der 120 Abgeordneten für sich gewinnen. Damit kann auch die in der UN-Resolution 1244 vorgesehene Regierung zur Selbstverwaltung der Provinz zunächst nicht gebildet werden.
Westliche Diplomaten hatten die Politiker im Kosovo am Vortag zu politischen Fortschritten aufgefordert.
Die Demokratische Liga Kosovos (LDK) von Rugova als stärkste Partei hatte schon nach dessen erster Abstimmungsniederlage die von den Milizenparteien geforderte Teilung der Regierungsmacht ausgeschlossen. Die Politiker liefern sich einen Machtkampf um das Kräfteverhältnis in der Regierung.
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