Treffen mit Oppositionsparteien in Montenegro: Kostunica setzt Konsultationen über Regierungsbildung fort
zuletzt aktualisiert: 03.07.2001 - 12:48Belgrad/Podgorica (rpo). Der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica setzt am Dienstagnachmittag die Konsultationen zur Regierungsbildung fort. Vorgesehen sind Treffen mit den Führern von drei Oppositionsparteien in Montenegro. Am Montag hatte sich Kostunica mit Vertretern der serbischen regierenden Koalition DOS verhandelt.
Die Regierungsneubildung ist notwendig geworden, nachdem der jugoslawische Regierungschef Zoran Zizic am vergangenen Freitag aus Protest wegen der Auslieferung des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic an das UN-Kriegsverbrechertribunal zurückgetreten war.
Die in Montenegro regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) will sich an der künftigen jugoslawischen Regierung nicht beteiligen. Die DPS werde auch an eventuellen Bundeswahlen nicht teilnehmen, weil die Idee von einem jugoslawischen Bundesstaat "verbraucht" sei, sagte Miodrag Vukovic, DPS-Führungsmitglied der Zeitung "Vijesti" in Podgorica am Dienstag. Das DPS-Ziel sei ein Bund international anerkannter Staaten Montenegro und Serbien, sagte Vukovic. Diese Vorstellung lehnt Serbien ab.
Der neue montenegrinische Ministerpräsident Filip Vujanovic will bis zum Wochenende seinen serbischen Amtskollegen Zoran Djindjic zu Gesprächen über die Umgestaltung der Beziehungen zwischen den beiden jugoslawischen Teilrepubliken einladen. An dem Gespräch solle auch Jugoslawiens Präsident Kostunica teilnehmen, sagte Vujanovic in Podgorica nach Angaben der Nachrichtenagentur FoNet.
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