Mehr als 40 Verletzte: Krawalle in Belfast dauern an
zuletzt aktualisiert: 08.05.2002 - 08:16Belfast(rpo). Auch in der dritten Nacht in Folge ist es in Belfast in Nordirland zu heftigen Straßenschlachten zwischen Katholiken und Protestanten gekommen. Seit Beginn der Unruhen sind über 40 Menschen verletzt worden.
Am Montagabend warfen die gegnerischen Gruppen im Norden der nordirischen Hauptstadt Steine aufeinander. Mehrere Menschen wurden laut Polizei verletzt. Insgesamt gab es bei den seit Samstag andauernden Unruhen mehr als 40 Verletzte, die meisten davon Polizeibeamte. Die Dunkelziffer der verletzten Zivilisten liege aber weit höher, da viele nicht ins Krankenhaus gingen, um strafrechtliche Verfolgung zu vermeiden, erklärte die Polizei.
Der protestantische Bürgermeister von Belfast, Jim Rodgers, rief die Polizei auf, nicht nur Plastikgeschosse einzusetzen, um die Banden auseinanderzutreiben, sondern auch Wasserwerfer. Das Wasser sollte eingefärbt werden, um die Anführer der Krawalle kenntlich zu machen.
Laut Behörden waren die Unruhen in der für gewalttätige Zusammenstöße bekannten Gegend um die Limestone Road am Samstag ausgebrochen. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, angefangen zu haben. Am Samstag hatte das das schottische Fußballderby zwischen den von den Protestanten bevorzugten Glasgow Rangers und den von den Katholiken favorisierten Glasgow Celtics eine Welle von Unruhen in Nordirland ausgelöst.
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