Auf Island: Künast trägt Widerstand gegen Walfang vor
zuletzt aktualisiert: 21.08.2001 - 16:26Reykjavik (rpo). Verbraucherministerin Renate Künast hat am Dienstag in Reykjavik den deutschen Widerstand gegen die von Island befürwortete Wiederaufnahme des Walfangs begründet.
Zum Auftakt des zweitägigen Aufenthalts der Ministerin von den Grünen stand ein Gespräch mit Islands Fischereiminister Arni M. Mathiesen auf dem Programm. Beide Politiker wollten danach gemeinsam vor der isländischen Nordostküste bei Husavik eine Walbeobachtungs-Tour unternehmen.
Deutschland hatte beim Jahrestreffen der Internationalen Walfangkommission (IWK) im Juli in London zusammen mit anderen Ländern den Wiederbeitritt Islands zur IWK verhindert und dies mit dem formellen isländischen Vorbehalt gegen das seit 1986 geltende Verbot des Walfangs begründet. Vor ihrer Reise erklärte die Berliner Ministerin, sie wolle in Reykjavik dafür werben, dass Island ohne jeden Vorbehalt wieder IWK-Mitglied werde.
Fischereiminister Mathiesen erklärte dagegen, das Vorgehen von Deutschland und anderen Ländern in London sei "illegal" gewesen. Sein Land habe zwar keine Eile bei der Wiederaufnahme des Walfangs. Es gebe aber "zunehmend gewichtige Gründe" dafür.
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