kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Vorwurf des Staatsterrorismus bestätigt: La Belle-Prozess: Anklage fordert vier Mal lebenslänglich

zuletzt aktualisiert: 04.10.2001 - 16:11

Berlin (rpo). Im Prozess um den Terroranschlag auf die Berliner Discothek "La Belle" hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag für vier Angeklagte lebenslange Haftstrafen gefordert. Die hohen Strafen wurden wegen dreifachen Mordes sowie 104fachen Mordversuchs und wegen Sprengstoffverbrechens beantragt. Für eine Angeklagte plädierte die Staatsanwaltschaft auf Freispruch.

Bei dem Anschlag im April 1986, der als Racheakt Libyens gegen die Vereinigten Staaten gilt, wurden drei Menschen getötet. Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis sagte in seinem Plädoyer, in der Verhandlung sei der Vorwurf des Staatsterrorismus zweifelsfrei bestätigt worden.

Der Terroranschlag auf die Berliner Discothek "La Belle" sei als Akt des Staatsterrorismus zu werten. Das erklärte die Anklage im gleichnamigen Prozess am Donnerstag. Der Bombenanschlag vom April 1986 sei ein Racheakt Libyens gegen die Vereinigten Staaten.

Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis sagte in seinem Plädoyer vor dem Berliner Landgericht am Donnerstag: "Die Verantwortlichkeit ist sehr hoch angesiedelt, wie hoch, können wir jedoch nicht sagen". Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf "La Belle" war immer wieder auch Libyens Staatschef Muammar el Gaddafi als einer der Verantwortlichen genannt worden.

Parallelen zu den Terroranschlägen von New York und Washington in diesem September verböten sich, "aber auch der Anschlag auf die Discothek war Terror gegen die USA, der gegen unschuldige Menschen gerichtet war".

Bei dem Anschlag waren drei Menschen getötet worden, darunter zwei amerikanische Soldaten. 200 Personen wurden verletzt. In dem seit etwa vier Jahren laufenden Prozess müssen sich ein Libyer, zwei gebürtige Palästinenser und zwei deutsche Frauen wegen Mordes, Mordversuchs beziehungsweise Beihilfe verantworten. Sie müssen mit hohen Haftstrafen rechnen.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services