Nach Havarie des Atom-U-Boots: Lamers hofft auf außenpolitischen Kurswechsel Russlands
zuletzt aktualisiert: 17.08.2000 - 11:27Berlin (dpa). Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Karl Lamers, hofft nach der Havarie des russischen U-Bootes "Kursk" (Foto) in der Barentssee auf einen Kurswechsel der Moskauer Außenpolitik. Der schreckliche Vorfall führe hoffentlich zu einem Umdenken in Moskau und zu der Einsicht, nicht alle Probleme allein lösen zu können, sagte er am Donnerstag im InfoRadio Berlin- Brandenburg.
Er bedauerte, dass trotz der menschlichen Tragödie die Rettung der U-Boot-Mannschaft von übertriebenem Nationalstolz, Geheimniskrämerei und Minderwertigkeitskomplexen belastet worden sei. Er hoffe, dass Russland künftig die angebotene westliche Hilfe nicht mehr ausschlagen werde.
Lamers forderte verstärkte Anstrengungen des Westens zum Aufbau einer wirklichen Partnerschaft mit Russland. Von den Amerikanern verlangte er, die eigene Bereitschaft zur Abrüstung nachdrücklich zu betonen. Nur in dem Fall werde Russland bereit sein, das die eigenen Kräfte übersteigende Waffenarsenal zu reduzieren. Der Schwäche Russlands beizukommen, sei die eigentliche Herausforderung für den Westen.
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