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Düsseldorf
Land stoppt digitale Schulplattform "Logineo"

Düsseldorf. Rückschlag für eins der großen Digitalprojekte in NRW: Die Einführung der millionenteuren Schul-Arbeitsplattform "Logineo" wird ausgesetzt. Das teilte das Schulministerium mit. Wegen "ungelöster technischer Probleme" habe die Medienberatung NRW, die Schulen und Schulträger unterstützt, die Plattform nicht abgenommen. Die Medienberatung ihrerseits sprach von "bedeutsamen" Mängeln bei der Integration bestehender Software und im "Schnittstellenmanagement", also beim Austausch mit anderen Systemen.

Ein Sprecher des Schulministeriums nannte Sicherheit und Datenschutz als Probleme. Kritiker hatten bemängelt, "Logineo" stelle alle sensiblen Daten, darunter Adressen und Noten, in einer Cloud bereit, also auf einem externen Speicher. Wer sich dort Zugang verschaffe, erbeute alle Daten. Auch die Verwendung der Daten auf privaten Lehrer-Computern stand in der Kritik.

"Logineo" soll unter anderem digitale Schulbücher bereitstellen und den Austausch der gut 5800 Schulen erleichtern. "Logineo" wurde im Auftrag der Medienberatung für das Land NRW vom Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein entwickelt, das nun die Mängel beseitigen soll. Das Rechenzentrum unterstützte die Verschiebung - im Laufe des Projekts hätten sich neue Anforderungen vor allem an den Datenschutz ergeben. Für "Logineo" sind bisher 3,2 Millionen Euro eingeplant.

(fvo)
 
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