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Düsseldorf
Löhrmann verspricht Ruhe an Gymnasien bis 2018

Düsseldorf. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat ihre Pläne zur Flexibilisierung der Schulzeit präzisiert. Zugleich versprach sie den Gymnasien, bis 2018 kämen keine strukturellen Veränderungen auf sie zu: "Das hat die politische Debatte der vergangenen Tage gezeigt." Bis zur Landtagswahl im Mai werde es nun einen "Wettbewerb um die besten Ideen" geben.

Vergangene Woche hatten sich Löhrmann selbst und die SPD in der Debatte um das achtjährige Gymnasium (G 8) positioniert. Die SPD schlägt eine Verlängerung der Sekundarstufe I auf sechs Jahre bis Klasse 10 vor; danach sollen Schüler mit einem "Orientierungsjahr" die Schulzeit auf neun Jahre (G 9) verlängern können. Löhrmann sagte, ihr Vorschlag für das grüne Wahlprogramm sei der "sanftere Weg". Eine Flexibilisierung sei auf drei Wegen möglich: über ein zweigleisiges System mit einem langsameren und einem schnelleren Strang nach der sechsten oder siebten Klasse, über eine "Brückenklasse" nach der Jahrgangsstufe 9 oder über gesonderte Lernzeiten neben dem regulären Unterricht, in denen die Schüler individuelle Lernpläne abarbeiten.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, kritisierte, eine Individualisierung, wie sie Löhrmann wolle, mache Schulen unorganisierbar. Die Ministerin habe einen "gymnasialen Wühltisch" eröffnet, sagte Kraus auf einer G 9-Veranstaltung in Dortmund.

(fvo)
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