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Damaskus/Bagdad
Luftangriff auf IS-Kämpfer in Syrien

Damaskus/Bagdad. Der Brite "Dschihadi John" soll tot sein. Der Schlag träfe den IS schwer.

Der als "Dschihadi John" bekannte britische Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Mohammed Emwazi, ist Beobachtern zufolge bei einem US-Luftangriff in der nordsyrischen Stadt Rakka getötet worden. Bei der Attacke auf Emwazis Auto seien auch drei weitere ausländische IS-Führer umgekommen, sagte der Chef der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdulrahman. Er berief sich auf Informanten vor Ort.

Auf zahlreichen IS-Videos, die die Ermordung ausländischer Geiseln zeigen, war Emwazi ganz in Schwarz gekleidet zu sehen. Zu seinen Opfern gehörten die beiden US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie britische Mitarbeiter von Hilfsorganisationen.

Eine offizielle Bestätigung für den Tod gab es zunächst weder von amerikanischer noch von britischer Seite. Das US-Verteidigungsministerium erklärte allerdings, Emwazis Fahrzeug habe einen Volltreffer erhalten. Eine letzte Bestätigung des Todes stehe aus, aber man sei sich "vernünftigerweise sicher". Der britische Premierminister David Cameron sagte, die gemeinsame britisch-amerikanische Aktion sei ein Akt der Selbstverteidigung gewesen.

Sollte die Aktion geglückt sein, träfe der Schlag den IS schwer. Die Miliz ist im Irak bereits in die Defensive geraten. Der Präsident der nordirakischen Kurden, Massud Barsani, verkündete gestern die Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Sindschar. Die Großoffensive der Kurden wurde von der US-Luftwaffe unterstützt. In Syrien verlor der IS die Stadt Al Hol. Die irakische Armee bereitete unterdessen einen Sturm auf die Großstadt Ramadi bei Bagdad vor, die seit rund einem halben Jahr vom IS gehalten wird.

Quelle: RP
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