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Frick schmeisst das Handtuch: Machtwechsel nach Wahl in Liechtenstein

zuletzt aktualisiert: 12.02.2001 - 08:47

Vaduz (dpa) - In der Liechtensteiner Regierung steht ein Wechsel an: Die oppositionelle Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) hat am Sonntag die Parlamentswahlen gewonnen. Die regierende Vaterländische Union (VU) erlitt eine herbe Schlappe und verlor mit 41,4 Prozent der Stimmen ihre absolute Mehrheit (1997: 49,3 Prozent).

Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte die Bürgerpartei als stärkste Fraktion 49,9 Prozent (1997: 39,3). Die alternative Partei Freie Liste (FL) kam auf 8,8 (11,4) Prozent der Stimmen.

Insgesamt sind im Landtag 25 Sitze zu vergeben. An die FBP (bisher 10) gehen 13, an die VU 11 (13) und an die FL 1 (2) Mandate. Die FBP hatte 1997 nach 59 Jahren die Regierungsbeteiligung in einer Großen Koalition mit der VU abgelehnt und war in die Opposition gegangen, aus der sie nun als stärkste Fraktion herausgekommen ist. Damit hat die Bürgerliche Partei Anspruch auf den Posten des Regierungschefs.

Frick zieht sich aus Politik zurück

Der bisherige Regierungschef Mario Frick (Foto) warf nach der Wahlschlappe der VU am Sonntagabend das Handtuch und kündigte an, sich aus der Politik zurückzuziehen. Der 35-Jährige stand acht Jahre an der Spitze der fünfköpfigen Liechtensteiner Exekutive. Der neugewählte Landtag bestimmt jeweils die Regierung, die zurzeit nur aus Mitgliedern der VU besteht, und bildet die Legislative in der konstitutionellen Erbmonarchie Liechtensteins.

Die Wahlbeteiligung der 16 300 Stimmberechtigten lag mit 86,9 Prozent nur minimal höher als noch vor vier Jahren (86,8 Prozent).

Quelle: RPO Archiv

 
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