Polizei gerät zwischen die Fronten: Mann in Belfast erschossen
zuletzt aktualisiert: 30.07.2001 - 19:04Belfast (rpo). In Belfast ist in der Nacht zum Montag ein junger Protestant getötet worden, weil er vor einem katholischen Fußballclub stand. Der 18-Jährige wurde in der nordirischen Hauptstadt aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. Der junge Mann ist wahrscheinlich irrtümlich getroffen worden.
In der dritten Nacht gewaltsamer Ausschreitungen in Folge ist in der nordirischen Hauptstadt Belfast ein protestantischer Jugendlicher inmitten seiner katholischen Freunde auf offener Straße erschossen worden. Polizei vermuten, dass die Täter, die aus einem fahrenden Auto heraus schossen, den 18-Jährigen irrtümlich für einen Katholiken hielten. Zu der Tat bekannte sich die antikatholische Extremistengruppe Red Hand Defenders, die weitere Anschläge ankündigte. Ein katholischer Freund des 18-Jährigen wurde am Knöchel getroffen.
Bei neuen Ausschreitungen zwischen Protestanten und Katholiken wurden Polizisten nach eigenen Angaben von militanten Anhängern beider Seiten angegriffen, als sie versuchten, die Gruppen zurückzudrängen. Jugendliche warfen Benzinbomben auf Polizeiautos. Vereinzelt fielen auch Schüsse.
Die Regierungen von Großbritannien und Irland wollen voraussichtlich am Mittwoch ihren Plan zur Rettung des Friedensprozesses in Nordirland vorlegen.
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